Unter Hitzestress stehende Sauen werfen minderwertige Ferkel!

Publicatiedatum: 17-06-2019

Es ist hinlänglich bekannt, dass warme Sommer bei Schweinen Hitzestress verursachen. Die Einschätzung der zukünftigen Konsequenzen erscheint jedoch wesentlich schwieriger. Manche der Probleme kommen erst ans Licht, wenn der Sommer längst vergessen ist. Die Hitze in Holland im letzten Jahr führte zu schwachen und weniger Ferkeln pro Wurf, einer höheren Mortalität vor dem Absetzen und einer stark verringerten Fruchtbarkeit bei Sauen (Rückgang der Abferkelrate um 3% - Agrovision).

Wann tritt Hitzestress bei Schweinen auf?

Das Auftreten von Hitzestress hängt nicht nur von der Temperatur, sondern auch von der relativen Luftfeuchtigkeit ab. Unter Bedingungen wie in den Niederlanden (Luftfeuchtigkeit 70–75%) wird es ab 26°C problematisch. Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit sind die Schlüsselfaktoren für die Erkennung dieses Problems, also sollten Sie sicherstellen, dass man im Stall diese Werte kennt und ernst nimmt!

Die Auswirkungen von Hitzestress auf Schweine

Schweine können nicht schwitzen und können nur über ihre Schnauze oder durch direkten Kontakt mit kälteren Materialien Wärme verlieren. Wenn akuter Hitzestress auftritt (33° C), selbst für eine Zeitdauer von nur 24 Stunden, beschleunigt sich der Herzschlag und die Tiere beginnen, schnell und oberflächlich zu atmen. Sie werden lethargisch, weigern sich zu fressen und werden dehydriert. Das Blut wird zur Haut geschickt, um sich so weit wie möglich abzukühlen. So wird der Darm weniger durchblutet, geschädigt und für Bakterien und Giftstoffe durchlässig. Dies verursacht Entzündungen oder Infektionen, die zum Tod führen können.

In Zeiten von chronischem Hitzestress (längere Zeiträume mit erhöhten Temperaturen, 27° C) ist der Rückgang der Futteraufnahme das Hauptproblem. Sauen geben weniger Milch und verlieren in der Säugezeit zu viel Gewicht. Dies hat negative Folgen für den aktuellen Wurf, die zukünftige Fruchtbarkeit und die zukünftige Wurfgröße. Wenn die reduzierte Nahrungsaufnahme in der Tragezeit fortgesetzt wird, beeinflusst das auch das Geburtsgewicht der zukünftigen Ferkel negativ. Zudem spielt die saisonale Unfruchtbarkeit im Herbst ebenfalls eine Rolle. Sauen kommen am Ende des Sommers oder zu Beginn des Herbstes nur schwer in die Rausche.

Wie Sie Hitzestress bei Schweinen verhindern

Lokale Kühlsysteme (Tropfkühlung, Boden- und Maulkühlung) sind effektiver als Versuche, die Temperatur im ganzen Stall zu senken. Im Abferkelstall verursacht eine zu niedrige Umgebungstemperatur Stress bei jungen Ferkeln. Es versteht sich von selbst, dass die Belüftung richtig eingestellt und gewartet werden muss. Man kann auch die einströmende Luft kühlen und die Population im Stall verringern. Eine Abkühlung des Trinkwassers ist ebenfalls möglich und Tests zeigen, dass es zu einer höheren Futteraufnahme bei säugenden Sauen beitragen kann.

Genauso wichtig ist es, den Rückgang der Futteraufnahme zu verhindern. Die Fütterung erfolgt am besten in den kühlen Momenten des Tages mit einem hochenergetischen Futter. Passen Sie auch den Faser- und Rohproteingehalt an, da ihre Verdauung eine Menge übermäßige Wärme erzeugt. Die Milchproduktion nimmt bei Hitzebelastung ab, sodass Ferkel weniger Nährstoffe erhalten und in Gefahr sind, dehydriert zu werden. Produkte wie Lianol Basdiar fördern nicht nur die Milchverdauung des Ferkels, sondern sorgen auch für eine ausreichende Rehydrierung.

Ein weiteres Nahrungsergänzungsmittel, Lianol Ferti, hilft Sauen, die Auswirkungen von Hitzestress zu begrenzen. Lianol hat eine positive Wirkung auf die physiologische Struktur der Darmzellen und auch einen regulierenden Effekt auf das Immunsystem. Zum Beispiel sind Infektionen, die die Schlussleisten durchdringen, weniger wahrscheinlich. Studien zeigen auch, dass Ferti den negativen Einfluss von Hitzestress auf die Fruchtbarkeit verhindert. „Nicht wieder decken, sondern abferkeln lassen" ist ein Wunsch, den mit Sicherheit auch im kommenden Sommer wieder viele Sauenfarmer haben werden! Für Informationen jeglicher Art können Sie sich gerne an uns wenden – entdecken Sie den Mehrwert des Lianol-Sortiments!

Sie möchten weitere Informationen über diese Produkte? Kontaktieren Sie uns ganz einfach telefonisch oder per E-Mail:

T: +31 3 64 86 15 05

info@ardol.nl


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